Vita

Matthias Reichelt

Jahrgang 1955, freier Kulturjournalist, Ausstellungsmacher und Lektor, lebt in Berlin. Regelmäßig Artikel in der der „jungen Welt“, „Kunstforum International“, „Zitty“, „Jüdische Allgemeine“ u.a. sowie Buchbeiträge, Aufsätze, Ausstellungen und Publikationen.

1975 – 1983 Studium der Amerikanistik und Germanistik, Abschluss M.A.
1983 – heute freie Tätigkeit als Ausstellungsmacher, Publizist, Kritiker
1986 – Ende 2004, Teilzeit-Stelle bei der NGBK für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
2005 – seitdem selbstständig als freier Kulturjounalist, Ausstellungsmacher und Lektor

Ausstellungen (Auswahl)

1983
Das Andere Amerika. Geschichte, Kunst und Kultur der amerikanischen Arbeiterbewegung
Ausstellung einer NGBK-Arbeitsgruppe in der Staatlichen Kunsthalle Berlin, Katalog bei Elefanten Press Berlin

1989
Cirugia Plastica – Chile 1980 – 1989/Konzepte zeitgenössischer Kunst
Katalog und Ausstellung einer NGBK-Arbeitsgruppe in der Staatlichen Kunsthalle Berlin

1994
endart – Flucht aus dem Dschungel des Lasters
Katalog und Werkschau für das Kunstamt Kreuzberg, Berlin

1995
Stumme Zeugen – Fotografien der Konzentrationslager von Erich Hartmann
NGBK

NO!art und Boris Lurie und NO!art
Katalog und Ausstellung einer NGBK-Arbeitsgruppe in der NGBK und im Haus am Kleistpark, Berlin

1996
Künstler forschen nach Auschwitz
Ausstellung einer NGBK-Arbeitsgruppe im Haus am Kleistpark und der NGBK mit Werken von Gunter Demnig, Reinhard Matz, Beate Passow, Pam Skelton, Art Spiegelman Begleitendes Symposion mit Unterstützung des Fritz-Bauer-Instituts, Frankfurt, der Landeszentrale für Politische Bildung, Berlin und der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz

1997
Timm Ulrichs – Der detektorische Blick
Katalog und Ausstellung einer NGBK-Arbeitsgruppe in der NGBK

1997
Daniel und Geo Fuchs – Im falschen Körper/Transsexuelle Menschen in Deutschland
Ausstellung der NGBK -Arbeitsgruppe im Haus am Kleistpark, Berlin

2002
Sarajevo Selbstportrait 1991 – 1999. Bilder von neun bosnischen Fotografen
Ausstellung der NGBK-Arbeitsgruppe im Kunstraum Kreuzberg, Berlin

2004
Naomi Tereza Salmon: optimistic – disease – facility. boris lurie, new york – buchenwald.
Ausstellung im Haus am Kleistpark

2008
The Impertinence of Raising Questions – The Pertinence of Breaking Doors.
Die politische Kunst des Jean Toche
Kunsthalle Faust, Hannover

2010
Die Retrospektive des Magnum-Fotografen Erich Hartmann im Museum für Fotografie Berlin 2010, deren Realisierung samt begleitendem Katalog bei Hatje Cantz durch die bereitgestellten Mittel des Hauptstadtkulturfonds ermöglicht worden war, wurde nach zwei Jahren Vorbereitung und Recherche durch die Witwe abgesagt.

Jean Toche: NEIN, NEIN , NEIN, NEIN, NEIN. Die Kultur der Angst. The Culture of Fear
MEINBLAU. Ausstellung und Buch (Distillery Verlag) in Zusammenarbeit mit Bernhard Draz

2011
Global Fight Club. Aspects of Terror in Contemporary Art
mit Costantino Ciervo, Bernhard Draz, Sven Kalden, David Krippendorff, Ann Messner und Ivana Spinelli in MEINBLAU. Ausstellung und Buch (Distillery Verlag) in Zusammenarbeit mit Bernhard Draz

Reconsidering Roma. Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art
Mitarbeit an einem von Lith Bahlmann konzipierten Ausstellungsprojekt und gemeinsame Realisierung von Ausstellung und begleitendem Buch (Wallstein Verlag Göttingen) sowie einem Symposium unter dem Titel „Was heißt denn hier Zigeuner“ zusammen mit Allianz Kulturstiftung, Bundeszentrale für politische Bildung und dem Literarischen Colloquium
www.reconsidering-roma.de

2014
Ceija Stojka (1933-2013) – Sogar der Tod hat Angst vor Auschwitz
Ausstellung in drei Teilen, begleitet von einer umfangreichen Monografie inkl. DVD mit zwei Filmen von Karin Berger über die Künstlerin, erschienen im Verlag für Moderne Kunst
Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord, Berlin
Galerie Schwartzsche Villa, Kulturamt Steglitz-Zehlendorf, Berlin
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Fürstenberg/Havel
www.ceija-stojka-berlin2014.de

Film

2006
SHOAH und PIN-UPS. Der NO!-Artist Boris Lurie
von Reinhild Dettmer-Finke und Matthias Reichelt
88 Min., dv cam, Dolby srd, 2006, www.borislurie-derfilm.de (Idee, Co-Produktion, Casting, Kunstberatung)
www.borislurie-derfilm.de

2007
Yoko Ono: Paintings to Be Constructed in Your Head
gefilmt im Literaturhaus Berlin, 2007 (Co-Produktion zusammen mit Jon Hendricks und Rainer Hoffmann)

2010
Yoko Ono: Shadow Film, 2010
Recherche und Realisierung zusammen mit Rainer Hoffmann

2002/2016
Ein Besuch bei Boris Lurie in Manhattan im April 2002
Ein Film von Matthias Reichelt
Anlässlich der Ausstellung „Keine Kompromisse! Die Kunst des Boris Lurie“ im Jüdischen Museum Berlin, 2016 wurden aus meinem Material die Erzählungen Luries zu diesem Film ediert. ansehen/ watch

Publikationen

1995
Streitschrift Der Wettbewerb für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas für den Verlag der Kunst, Berlin (Mitherausgeber)

1998
Eric Koch: Hilmar und Odette
Bleicher Verlag, Gerlingen (Übersetzung und redaktionelle Bearbeitung)

2001
Rudolf Herz/ Reinhard Matz – Zwei Entwürfe zum Holocaust-Mahnmal
Verlag für moderne Kunst Nürnberg (Herausgeber und Mitautor)

2006
Philip Yale Nicholson: Geschichte der Arbeiterbewegung in den USA
Vorwärts Verlag, Berlin (Lektorat und redaktionelle Überarbeitung zusammen mit Josefine Geier)

2007
Die Sprache verschlagen. Die Bildgewalt des Blalla W. Hallmann
Verlag für moderne Kunst, Nürnberg (Herausgeber und Mitautor)

AG Veranstaltungen der NGBK (Hrsg.): Demokratie … in der neuen Gesellschaft. Informationen aus der Tiefe des umstrittenen Raumes
NGBK, Berlin (Lektorat zusammen mit Josefine Geier)

2010
Jean Toche: NEIN, NEIN , NEIN, NEIN, NEIN. Die Kultur der Angst. The Culture of Fear
Distillery Press (Herausgeber und Mitautor)

2011
Global Fight Club. Aspects of Terror in Contemporary Art
Katalog erschienen bei Distillery Press (Co-Herausgeber mit Bernhard Draz und Autor)

Reconsidering Roma. Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art
Katalog erschienen bei Wallstein Verlag, Göttingen (Co-Herausgeber mit Lith Bahlmann und Autor)

2012
O Kalo Pani. Das schwarze Wasser. Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma
zusammen mit Lith Bahlmann und Moritz Pankok herausgegeben bei der Edition Braus

2014
Ceija Stojka (1933-2013) – Sogar der Tod hat Angst vor Auschwitz
Umfangreiche Monografie inkl. DVD mit zwei Filmen von Karin Berger über die Künstlerin, erschienen im Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg

Aufsätze (Auswahl)

2003
Ein innovatives Unternehmen auf dem Weg nach oben
in: Goldrausch Künstlerinnenprojekt art IT: Folke Köbberling, Tagesfiliale Köbberling Elektronik – eine Erfolgsgeschichte, Berlin 2003

Der Tod in den Bildern von Ursula Neugebauer
in: Ursula Neugebauer: Nachlaß, Schöppingen 2003

2005
Thomas Kilppers Skulptur für Ahaus als Handlungsanleitung zur konstruktiven Destruktion
in: Kreis Borken: Skulpturen Biennale Münsterland, Kreis Borken. Dumont, Köln

Die Bank geht nie leer aus
in: bankleer: where work ends and mission begins. Solitude, bankleer: Stuttgart, Berlin, 2005

Die Apokalypse des Radikalbohemien Blalla W. Hallmann
in: Unheimliche Orte. Himmel und Hölle. Museum der Stadt Ratingen, 2005

2006
Recycelt die Stoffe, aber nicht das System! Mit Abfall als Ressource und Kommunikation zur Intervention
in: Folke Köbberling & Martin Kaltwasser: Ressource Stadt. One Man’s Trash Is Another Man’s Treasure. Berlin: Jovis 2006

2008
All Along the Watchtower: Surrend, die dänische Interbrigade der Kunst
in: Galerie Nord/Kunstverein Tiergarten, Surrend, 2008

2009
Fünf vor zwölf: Timm Ulrichs rettet eine Tradition kurz vor ihrem Verschwinden für das kulturelle Gedächtnis
in: Timm Ulrichs, „Die Welt im Wohnzimmer / The world at home“. Verlag für moderne Kunst Nürnberg 2009

2010
Stell dir vor, der Müll kommt zurück! (Zu dem Projekt Trash circulated von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser)
in: Werkleitz Gesellschaft e.V.: Angst hat große Augen. Halle, 2010

Ist das noch Bohème oder schon die Unterschicht? Brotlose Kunst oder das kulturelle Prekariat
in: Theaterfestival Favoriten 2010. 25 Theaterzwang NRW. Begleitendes Magazin.

Ist das Boheme oder schon Unterschicht? Brotlose Kunst oder Das kulturelle Prekariat – Ein Lagebericht und wie man sich wehren kann
in: Kunst+Kultur, IV, 2010, herausgegeben von ver.di

Das Luder macht, was es will. Arnold Reinisch als Godfather Frankenstein
in: Herbert Nichols-Schweiger, Arnold Reinisch: Arnold Reinisch РResurr۩tion.
Weitra (Österreich): Bibliothek der Provinz 2010

2011
Auf der Suche nach der gelöschten Zeit
in: Martin Mühlhoff/ Christian Vossiek: missing synagogues. Kerber Verlag, Bielefeld

Für eine visuelle Irritation als Anlass zur Reflexion
Aufsatz für den Katalog zum Wettbewerb für die Umgestaltung des Karl Lueger-Denkmals in Wien

Das Ende der Sicherheit oder „Error 404: Democracy not found“
in: zonen_prekär. Berlin 2011, Katalog von Dr. Petra Noll begleitend zur der von ihr kuratierten gleichnamigen Ausstellung bei Kunstsaele Berlin

Die Schatten des Krieges
Zu einem Video von Sharon Paz, Goldrausch Künstlerinnenprojekt 2011

2012
Cadaveri Eccellenti – Anmerkungen zu einer multimedialen Installation und Kunstaktion von Costantino Ciervoin: Costantino Ciervo: Power. Macht der Freiheit – Freiheit der Macht. Power of Freedom -Freedom of Power. Destroy Linear Time. museum FLUXUS+, Potsdam 2012

2015
Philosophische Eleganz in Messing und Grau
Über ein Kunstwerk von Ingrid Göttlicher zum Tao Tê King von Lao-Tse

WORLD GONE WRONG
Kunst als Möglichkeit, uns das scheinbar Unmögliche denken und sehen zu lassen.
Zentraler Beitrag für 48 Stunden Neukölln

2016
„Wir haben mehr oder weniger gesagt, dass wir auf alles scheißen.“ Boris Lurie und die NO!art
Beitrag für den Boris Lurie Katalog des Jüdischen Museum Berlin, erschienen 2016 im
Kerber Verlag

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zuviel
(literal translation: Not enough to live off, too much to die from)
Some considerations on the minimum wage after a project by Ivana Spinelli

2017
Katalogtext für „Andreas Burger 2010-2017“ (dt)
Text for „Andreas Burger 2010-2017„_engl